Datengestützte Services

Datengestützte Services für die Planung, Einführung und den Betrieb von Shared-Mobility-Angeboten in Kommunen

Im Forschungsprojekt ScooP2City werden datengestützte Services entwickelt, die Kommunen bei der Analyse, Planung und dem Betrieb von Shared-Mobility-Angeboten unterstützen. Die Lösungen werden zunächst prototypisch entwickelt sowie in den Modellkommunen Krefeld, Heilbronn und Düsseldorf erprobt und evaluiert. Nach Projektende stehen sie Kommunen deutschlandweit zur Verfügung.

KI-Service zur Planung von Mobilstationen

Ein zentraler Ansatzpunkt, um Shared-Mobility-Angebote sinnvoll zu bündeln und für Bürgerinnen und Bürger leichter zugänglich zu machen, sind Mobilstationen. Sie ermöglichen es, verschiedene umweltfreundliche Verkehrsmittel an einem Ort zu vernetzen und schaffen damit übersichtliche, attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Gleichzeitig stellen sie Kommunen vor neue planerische Herausforderungen, insbesondere bei der Wahl geeigneter Standorte und der passenden Ausstattung.

In ScooP2City entwickelt das Fraunhofer IAO mit Beteiligung der Stadt Heilbronn einen KI-basierten Cloudservice, der Kommunen bei der Planung von Mobilstationen unterstützt.

Standortbewertung

Kommunale Planerinnen und Planer können mögliche Standorte für Mobilstationen eingeben. Der Service bewertet deren Potenzial, indem er Points of Interest, Verkehrs- und Bevölkerungsdaten sowie zusätzliche Informationen von Mobilitätsanbietern berücksichtigt.

Ausgestaltung der Mobilstationen

Der Service ermittelt für jeden Standort die Wahrscheinlichkeiten, mit denen verschiedene Mobilitäts- und Zusatzangebote (z.B. E-Scooter, Carsharing, E-Ladesäulen, Fahrradboxen, Schließfächer etc.) genutzt werden. In die Berechnung fließen unter anderem die Ergebnisse einer bundesweit repräsentativen Nutzendenbefragung zu Mobilstationen ein, die das Fraunhofer IAO im Sommer 2025 durchgeführt hat.

Wirkungskontrolle

Perspektivisch soll der Service auch multimodale Wegeketten abbilden und könnte während des Betriebs der Mobilstationen relevante Umweltkennzahlen bereitstellen.

Ihre Kommune als Testpartner gesucht

Sie planen den Aufbau von Mobilstationen in Ihrer Kommune und möchten potenzielle Standorte systematisch bewerten lassen? Dann kontaktieren Sie uns gern! Wir suchen derzeit Kommunen, die unseren KI-Service testen möchten und freuen uns auf Ihr Feedback.

Ausgangssituation und Projektziel

Die rasante Entwicklung im Mobilitätssektor hat in den letzten Jahren zu einer Vielzahl neuer Mobilitätsformen geführt, darunter E-Scooter-, Bike- und Car-Sharing. Diese Angebote sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Mobilitätswende. Doch sie stellen Städte auch vor technische, regulatorische und personelle Herausforderungen. Das mFUND-Vorprojekt »ScooP« (FKZ: 19F2161) hat tiefgreifende Erkenntnisse über die Herausforderungen von Kommunen im Bereich Shared Mobility geliefert. Die Projektergebnisse zeigten deutlich auf, dass viele Kommunen beim effektiven Integrieren von Shared-Mobility-Angeboten noch so gut wie am Anfang stehen. Es zeigte sich auch, dass der Datenaustausch zwischen Anbietern und Kommunen oft uneinheitlich und fragmentiert ist. Dies unterstreicht den Bedarf an standardisierten und koordinierten Services, um Shared-Mobility-Angebote erfolgreich in Städten zu integrieren. Im Fokus von »ScooP2City« steht die Weiterentwicklung der Idee einer Mehrbetreiberplattform für E-Tretroller zu einem datenbasierten Service-Ökosystem für die Einführung und den Betrieb von Shared-Mobility-Angeboten in Kommunen. 

Lösungsansatz und Forschungsbeitrag

Immer mehr Kommunen setzen auf Mobilstationen, die Shared-Mobility-Angebote und andere umweltfreundliche Verkehrsmittel an einem Ort bündeln. Doch gerade in frühen Planungsphasen fehlen häufig einfach nutzbare Werkzeuge, um geeignete Standorte zu identifizieren und ihre Wirkung verlässlich einzuschätzen. Das Forschungszentrum KODIS entwickelt hierfür einen KI-gestützten Cloudservice, der Kommunen bei der Planung von Mobilstationen unterstützt. Darüber hinaus erschließt es die erhobenen Mobilitätsdaten, validiert und bewertet die Pilotierung des Cloudservice wissenschaftlich und verbessert den Service in einem iterativen Prozess gemeinsam mit den künftigen Nutzenden.

Als Einrichtung für angewandte Forschung begleitet KODIS zudem die Stadt Heilbronn bei der Erprobung zweier Mobilstationen im Stadtgebiet und führt dafür sowohl eine deutschlandweite als auch eine speziell auf Heilbronn bezogene repräsentative Nutzendenbefragung durch.

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