Was Bürgerinnen und Bürger von Mobilstationen erwarten

Im Rahmen des mFUND-Projekts Scoop2City haben Forschende des Fraunhofer IAO rund 1.000 Personen deutschlandweit sowie 417 Personen in Heilbronn zu ihren Erfahrungen und Erwartungen rund um Mobilstationen befragt. Mobilstationen bündeln verschiedene Verkehrsarten an einem Ort und gelten als Baustein einer stadtverträglichen Mobilitätswende.

Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für Städte und Kommunen, die Mobilstationen planen oder ausbauen wollen.

 

Das Wichtigste in Kürze

Bundesweit nutzen vor allem junge sowie digital- und umweltorientierte Menschen Mobilstationen. In Heilbronn ist der Bekanntheitsgrad noch ausbaufähig, rund ein Drittel der Befragten kennt das lokale Angebot bislang nicht. Bemerkenswert ist, dass der Pkw-Besitz kaum einen Einfluss auf die Nutzungsbereitschaft hat. 15 Prozent der Autobesitzenden und 17 Prozent der Personen ohne Auto haben bereits eine Mobilstation genutzt.

Etwa ein Viertel der Befragten hat Erfahrungen gesammelt oder kann sich die Nutzung gut vorstellen. Das zeigt: Nicht das Konzept, sondern seine Bekanntheit ist die eigentliche Hürde.

 

Was Nutzerinnen und Nutzer sich wünschen

Besonders wichtig ist den Befragten die Anbindung an den ÖPNV sowie On-Demand-Haltestellen. Bei Shared-Mobility-Angeboten liegen Bike- und Carsharing klar vorn. Witterungsschutz, Beleuchtung und Sitzgelegenheiten sind die meistgenannten Anforderungen an die Infrastruktur. Auch Sicherheit und öffentliche Toiletten werden häufig als relevant eingestuft. Snack- und Getränkeautomaten hingegen spielen für die meisten Befragten keine Rolle.

Als attraktive Standorte gelten vor allem Bahnhöfe, zentrale Busbahnhöfe und Innenstadtlagen. Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner schätzen zusätzlich die Nähe zu Veranstaltungszentren, während Personen aus dem Umland Park-and-Ride-Anbindungen bevorzugen.

 

Ausblick

Die Ergebnisse fließen in die Erprobung zweier Mobilstationen in Heilbronn ein und bilden die Grundlage für ein datengestütztes Tool, das Kommunen künftig bei Standortwahl, Ausstattung und Wirkungsmessung unterstützen soll.

Sie möchten tiefer in die Ergebnisse einsteigen? Schreiben Sie uns an hallo@urbaninnovationhub.de.

 

 

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