Shared Mobility Daten: Was Sie schon immer wissen wollten und sich nicht zu fragen trauten

Wie lassen sich Shared-Mobility-Daten kommunal nutzen, welche Grundlagen braucht es dafür und was können andere Städte voneinander lernen? Diese Fragen standen im Zentrum des ScooP2City-Events, das am 25. September 2024 in Hamburg stattfand. In drei Impulsvorträgen und begleitenden Workshops tauschten sich kommunale Mobilitätsmanager, Datenexperten und Anbieter über Grundlagen, Praxis und Perspektiven des Umgangs mit Mobilitätsdaten aus.

Reinhard Otter von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg stellte MobiData BW vor, die Integrationsplattform für Mobilitätsdaten in Baden-Württemberg. Die Plattform bündelt Daten von E-Scooter-, Bikesharing- und Carsharing-Anbietern im offenen GBFS-Standard und stellt sie über standardisierte Schnittstellen für mehr als 100 Abnehmer bereit, von intermodalen Routing-Apps über kommunale Stadtkarten bis hin zu Verkehrsanalysen. Otter empfahl Kommunen, die Datenbereitstellung bereits in Ausschreibungen und Sondernutzungsregelungen zu verankern, und verwies auf die Schweiz, wo alle Anbieter gesetzlich zur Datenbereitstellung verpflichtet sind.

Gesine Nitsios von der Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende präsentierte einen Use Case aus Hamburg. Seit 2021 betreibt die Stadt ein eigenes Echtzeit-Dashboard, das auf Open-Source-Technologie basiert und Echtzeitdaten von E-Scooter-, E-Bike- und E-Moped-Anbietern über MDS-Schnittstellen verarbeitet. Das Dashboard ermöglicht Analysen von Fahrtenanzahlen, Nutzungsverteilungen und räumlichen Trends sowie das Monitoring von Parkverbotszonen. Bei der EURO 2024 wurde es erstmals zur Steuerung temporärer Abstellflächen rund um die Spielorte eingesetzt.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass Kommunen mit einer soliden Datenbasis souveräner gegenüber Anbietern agieren und ihre Mobilitätsplanung effizienter gestalten können.

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