Räumliche Ordnung bei Mikromobilität messbar machen
Wie lässt sich erkennen, ob digitale Abstellzonen und Sharingstationen tatsächlich zu mehr Ordnung im öffentlichen Raum beitragen? Diese Frage untersucht das Preprint Tracking Urban Order in Micromobility, das auf Zenodo veröffentlicht wurde:
Im Mittelpunkt steht ein neuer Spatial Order Index für geteilte Mikromobilität. Der Index misst, ob abgestellte Fahrzeuge eher diffus im Stadtraum verteilt sind oder sich stärker auf wiederkehrende, klar erkennbare Abstellorte konzentrieren.
Der Ansatz wurde anhand operativer Mikromobilitätsdaten aus Düsseldorf entwickelt. Dort zeigt sich über mehrere Jahre ein deutlicher Trend: Mit dem Ausbau ausgewiesener Abstellflächen konzentriert sich das Parken zunehmend auf wiederkehrende Hotspots. Das spricht dafür, dass Geofenced-Parking und ausgewiesene Abstellorte zur räumlichen Ordnung beitragen können.
Besonders wichtig ist dabei die Reportingfähigkeit des Ansatzes. Der Index wird nicht als isolierter Spezialwert berechnet, sondern aus einfachen, zählbaren und addierbaren Grunddaten aufgebaut. Dadurch lässt er sich in Dashboards, BI-Systemen und kommunalen Monitorings nachvollziehbar nachbauen, über Zeiträume aggregieren und für verschiedene Teilräume oder Anbietergruppen auswerten.
Damit liefert der Spatial Order Index ein praktisches Werkzeug für Städte: Er macht sichtbar, ob Regulierungsmaßnahmen im öffentlichen Raum nur geplant wurden – oder ob sich das tatsächliche Abstellverhalten messbar verändert.
Das vollständige Preprint ist hier verfügbar:
